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Eva-Maria Weiner 

Weiner@lrs.de 
0171-757 90 11

Sekretariat:
Karla Sabrowski

02162 - 450 463

Allgemeine Information: Sprungtuch@t-online.de 

 

 

Kennenlernangebot

Der Mathematikunterricht nimmt in der Schule eine besondere Stellung ein. Befragt man Schüler nach ihrem Lieblingsfach, so wird nur selten die Antwort: "Mathe!" lauten. Nur allzu oft "leiden" die Schüler, wenn sie mit ihrem "Angstfach" konfrontiert werden. Das Versagen des Kindes führt zu Resignation, wobei die Ursachen häufig auf Mängel in der eigenen Persönlichkeit zurückgeführt werden.

Lehrer und Eltern finden keinen Rat. Zweifel an der Willensbereitschaft des Kindes sind kritisch zu hinterfragen. Sicherlich kommt es häufig vor, dass rechenschwache Kinder nicht "mitarbeiten" wollen oder nicht können?

"Falsches" Üben ist ein negativer Verstärker, der die elterliche Geduld belastet und die Motivation des Kindes hemmt.

Eine Kettenreaktion nimmt ihren Lauf, da sich Wissenslücken und psychologische Barrieren in Defiziten verfestigen, die sich dann zu immer größeren Problemen auf den späteren Stufen der mathematischen Ausbildung auswachsen.

Die Schwierigkeit, diese Problematik einzugrenzen und zu definieren wird allein anhand der vielfältigen Begrifflichkeiten deutlich:

Akalkulie, Alexie für Zahlen, Anarithmasthenie, Anarithmetrie, Anarithmie, asemantische Aphasie, Dyskalkulie, dysgraphische Dyskalkulie, dyslektische Dyskalkulie, Dysmathematica, Entwicklungsdyskalkulie, Fingeragnosie, Gerstmann-Syndrom, graphische Dyskalkulie, ideognostische Dyskalkulie, Kalkulasthenie, Lernstörung im arithmetischen Verstehen, lexikalische Dyskalkulie, motorisch-verbale Dyskalkulie, poerationale Dyskalkulie, Parakalkulie, parietale Dyskalkulie, postläsionale Dyskalkulie, praktognostische Dyskalkulie, Pseudo-Akalkulie, Pseudo-Dyskalkulie, Pseudo-Oligokalkulie, räumliche Akalkulie, sekundäre Akalkulie, sekundäre Dyskalkulie, sekundäre Oligokalkulie, sekundäre Parakalkulie, sensorisch-verbale Dyskalkulie, verbale Dyskalkulie, visuelle Agnosie, Zahlen-Aphasie, Zahlenbildheit, Zahlendysgraphie, Zahlendyslexie, Zahlendyssymbolismus. (Radatz/Schipper, 1993,17)

Wenn Eltern beobachten, dass...

das Kind bei den Hausaufgaben übermäßig erschöpft wirkt,

das Kind bereits Erlerntes schnell vergisst und zunehmend orientierungslos wird,

das Kind grundsätzlich mit der Mathematik auf "Kriegsfuß" steht und mit Bauchschmerzen in den Mathematikunterricht geht,

... ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten

  • Förderkurse für rechenschwache Kinder

Das Zusammensein in Kleingruppen begünstigt die Ursachenforschung für die "Rechenschwäche". Typischen Fehlern kann entsprechend begegnet werden, Lösungen werden angeboten.

Die Förderungen des Rechenverständnisses und des logischen Denkens steht hierbei im Vordergrund.

Spielerisch werden Zugänge zu den Aufgaben geboten.

Konzentrations- und Entspannungsübungen erleichtern das Lernen.

 

Symptomfragebogen für Eltern

Wenn Sie den Verdacht haben, dass bei Ihrem Kind eine Rechenstörung vorliegen könnte, sollten Sie sich die folgenden Fragen stellen. Der Fragebogen ersetzt keine diagnostische Untersuchung, er kann aber helfen, den Blick auf die Schwierigkeiten Ihres Kindes zu schärfen.

Bitte beachten Sie, dass einzelne Punkte der Aufstellung auch bei Kindern auftreten können, die nicht rechenschwach sind! Nur wenn mehrere der folgenden Fragen bejaht werden, sollte eine Überprüfung auf Rechenschwäche in Erwägung gezogen werden.

䀀     Verwechselt Ihr Kind häufig rechts/links, oben/unten, hinten/vorn?

䀀     Kann Ihr Kind schlecht mit Zeitangaben oder mit Geldbeträgen umgehen (z.B. Wechselgeld überprüfen)?

䀀     Verwechselt es oft Begriffe wie weniger/mehr, länger/kürzer, früher/später?

䀀     Verwechselt es Ziffern, z.B. 6 und 9? Schreibt es sie seitenverkehrt oder von unten her?

䀀     Schreibt es Zahlen „nach Gehör“ falsch, z.B. 20030 für zweihundertdreißig?

䀀     Kann Ihr Kind Zahlenreihen nur vorwärts, aber rückwärts nicht aufsagen?

䀀     Verwechselt es bei Zahlen die Stellen, schreibt es z.B. 12 statt 21 oder 14 statt 41?

䀀     Hat Ihr Kind besondere Schwierigkeiten mit so genannten Platzhalteraufgaben (8 - 䀀? = 3)?

䀀     Kann es Zahlen nur durch Abzählen (an den Fingern) zusammenzählen oder abziehen?

䀀     Liegt Ihr Kind häufig „um eins daneben“ (z.B. 7 – 3 = 5; 6 + 4 = 9)?

䀀     Verwechselt es Rechenarten? Zählt es Zahlen zusammen, wo malgenommen werden muss, und umgekehrt?       

䀀     Hat Ihr Kind Probleme mit Sachaufgaben? Sucht es sich dabei „auf gut Glück“ irgendeine Rechenart aus?

䀀     Sind seine Rechenleistungen extrem unregelmäßig? Ist manches, was es gestern noch „konnte“, heute wie weggeblasen?

䀀     Muss es nach der Berechnung von 6 + 3 die Aufgabe 3 + 6 neu berechnen?

䀀     Muss Ihr Kind nach Berechnung von 7 + 8 die Aufgabe 7 + 9 erneut abzählen?

䀀     Löst Ihr Kind die Aufgabe 30 + 6 schnell, braucht aber viel Zeit, um 6 + 30 zu lösen?

䀀     Hat Ihr Kind Schwierigkeiten mit Zehner- und Hunderterübergängen?

䀀     Löst Ihr Kind auch einfache Kopfrechen-Aufgaben schriftlich?

䀀      Zerlegt Ihr Kind Zahlen in Ihre Stellenwerte, um sich die Rechnung zu erleichtern?

䀀     Gelingen Ihrem Kind häufig Größenvergleiche mehrstelliger Zahlen nicht (48 > 62)?

䀀     Ignoriert es Stellenwerte (z.B. 50 + 4 = 90; 45 + 14 = 86)?

䀀     Gelingen ihm Analogiebildungen nicht? (z.B. 4 + 5 → 14 + 5 oder 4 + 5 → 40 + 50)

䀀     Produziert Ihr Kind „Phantasieergebnisse“ (z.B. 10 + 10 = 200)?

䀀     Lässt es widersprüchliche Lösungen nebeneinander stehen, ohne sich zu wundern?

䀀     Vergisst Ihr Kind häufig über den langen Rechenweg die Aufgabe?

 

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E.-M. Weiner (Anschrift siehe oben)

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Stand: 09. November 2009